Die Falschheit der Fortpflanzung

Die Begriffe Erbinformation, Fortpflanzung und Vererbung gründen sich auf die Vorstellung, dass die Gene in grundsätzlicher Weise weitergegeben werden. Aufgrund dessen wird schon von der Weitergabe der Gene gesprochen, wenn sich eine Zelle teilt.

Die einzige Ausnahme zur Zellteilung ist die pro nachwachsendem Organismus einmalige Vereinigung von Eizelle und Spermium. Würde man nur bei dieser Vereinigung von der Weitergabe der Gene sprechen, was das Spermium ja auch tatsächlich tut, dann würde sofort auffallen, dass die Eizelle dieses eben nicht tut.

Das Weitergeben der Gene bei einer Zellteilung, bei der allerdings alle Zellbestandteile weitergegeben werden und dies in Form einer Teilung ist etwas völlig anderes, als das Weitergeben der Gene seitens des Spermiums an die Eizelle, wenn sich Eizelle und Spermium verbinden.

Es gibt nur Zellteilungen und die einmaligen Vereinigungen von Eizelle und Spermium. Es ist also äußerst einfach heraus zu finden, ob die Gene in grundsätzlicher Weise weitergegeben werden oder ob dies nur behauptet wird, weil ansonsten die Begriffe Erbinformation, Fortpflanzung und Vererbung hinfällig sind und somit der Nachwuchs nicht durch eine Fortpflanzung ins Leben gerufen wird.

Schwangerschaft

Schwangerschaft (Definition): https://de.m.wikipedia.org/wiki/Schwangerschaft

Die Schwangerschaft (fachsprachlich auch Gestation oder Gravidität, lateinisch graviditas) ist der Zeitraum, in dem eine befruchtete Eizelle im Körper einer werdenden Mutter zu einem Kind heranreift.

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Die Schwangerschaft einer Frau kann jedoch nicht auf die Gene zurückgeführt werden, die in der befruchteten Eizelle vorliegen. Also auch nicht auf die befruchtete Eizelle.

Erzeugnis und Abstammung

Der Organismus speichert die Informationen über seine körperlichen Merkmale nicht in der Basensequenz des DNA Moleküls. Die genetischen Informationen, welche sich in den Zellen eines Organismus befinden, sind kein Erzeugnis des Organismus oder stammen von diesem ab.

Dieser Umstand ist mit der Aussage in Beziehung zu setzten, dass die Organismen sich fortpflanzen.

Information

Die Gene sind die einzige informationstragende Einheit des Lebens und sie codieren Moleküle, die in und von einer Zelle hergestellt werden. Mittels der Epigenetik differenzieren sich die Zellen zu über zweihundert Zelltypen, aus deren Zusammenwirken die körperlichen Merkmale entstehen.

Die körperlichen Merkmale eines Organismus werden auf die in ihm befindlichen Gene zurückgeführt und nicht darauf, dass diese Gene von seinen Eltern übertragen worden sind.

Die aktuell stattfindenden Wirkungen des Genoms im Organismus sind keine Vererbungswirkungen.

Tautologie des Begriffes Erbinformation

Die Gene codieren ausschließlich Moleküle und nur eine Zelle kann diese herstellen (Molekülinformationen)

Und die Gene sind die einzige informationstragende Einheit des Lebens und sind somit für alles zuständig, was in den Lebensvorgängen Informationen benötigt (Lebensinformationen)

Da der Phänotyp des Organismus auf die Gene zurückgeführt wird, kann man die Gene auch als Gestaltungsinformationen bezeichnen.

Die Bezeichnung der Gene als Erbinformation ist dagegen tautologisch.

Die Zelle ist alleiniges Zentrum des Lebens

Die Gene funktionieren nur in einer Zelle und können aufgrund dessen nur an eine Zelle weitergegeben werden. Folglich findet die gesamte Genetik in den Zellen statt.

Die Gene sind die einzige informationstragende Einheit und sind somit für alles zuständig, was in den Lebensvorgängen Informationen benötigt.

Die Gene können keinen Vorgang ihrer selbst eigenständig betreiben. Stattdessen sind die genetischen Vorgänge Prozesse der Zelle.

Die Gene codieren Moleküle, die allesamt in und von einer Zelle hergestellt werden.

Fazit: Jeglicher Lebensvorgang findet in den Zellen statt oder geht von diesen aus.

Ein “sich fortpflanzen“ gibt es nicht

Wenn das sich eines Organismus die individuellen körperlichen Merkmale seiner selbst ist, dann kann ein Organismus sich nicht fortpflanzen, da er die Informationen über seine individuellen körperlichen Merkmale nicht im Genom speichert.

Hinzu kommt, dass der haploide Chromosomensatz der Keimzellen (Eizelle und Spermium) zweifach rekombiniert ist und so die Informationen der körperlichen Merkmale des Organismus nicht unverfälscht weitergibt.

Der Sinn und Zweck der Evolution der geschlechtlichen Fortpflanzung ist die Erstellung einer genetische Variation mittels der Genetik zweier Organismen. Es geht bei der geschlechtlichen Fortpflanzung eben nicht um ein sich fortpflanzen der Organismen.