Die androzentrische Mythologie

Die geschlechtliche Fortpflanzung wird über zwei Keimzellen, Eizelle und Spermium abgewickelt. Ihre Vereinigung zu einer Zelle ist die geschlechtliche Fortpflanzung, bei der ein neuer Organismus gezeugt wird. 

Bei dieser einmaligen Aktion von zwei einzelnen Zellen spricht man jedoch von den Organismen, dass diese sich fortpflanzen und dem Nachwuchs ihre körperlichen Merkmale vererben, was nicht als widersprüchlich empfunden und auch nicht erklärt wird.

Das Spermium wird als Same bezeichnet und befruchtet die Eizelle. Der Mann zeugt das Kind und schwängert die Frau. Auch dies wird nicht als Widerspruch empfunden, obwohl es trotz der Vorgabe der geschlechtlichen Fortpflanzung einseitig auf den Mann bezogen wird.

Das Spermium gibt seine Gene an eine andere Zelle eines anderen Organismus weiter, während die Eizelle ihre Gene behält. Hier sieht man, dass eine Fortpflanzung stattfindet. Nur ist diese eben nicht geschlechtlich.