Die Zelltheorie und die Folgen für die Genetik

Die Zelltheorie ist eine der fundamentalen Erkenntnisse auf dem Gebiet der Biologie. Sie besagt, dass alle Pflanzen und Tiere sowie ihre Organe, so vielgestaltig sie auch sein mögen, stets aus Zellen zusammengesetzt sind. Diese Theorie zeitigte weitreichende Schlüsse: Wachstum ist ein Prozess, bei dem immer mehr Zellen gebildet werden, die stets wieder aus Zellen entstehen. Auch bei der Fortpflanzung spielt die Zelle die wesentliche Rolle. Neue Individuen entstehen stets aus lebenden Zellen durch Zellteilung, niemals kann eine Urzeugung, also die Entstehung von Zellen aus totem Material, beobachtet werden. Die Erkenntnisse der Zelltheorie führten schließlich zu einem Grundsatz der Biologie, der in lateinischer Sprache erstmals von Rudolf Virchow 1855[1] so formuliert wurde: omnis cellula e cellula (jede Zelle entsteht aus einer Zelle).

Die heute allgemein akzeptierten Aussagen der Zelltheorie besagen:

  • Alle Organismen bestehen aus einer oder mehreren Zellen.
  • Zellen entstehen stets aus anderen Zellen durch Zellteilung.
  • Alle Zellen sind in ihrem Grundbauplan und biochemisch im Wesentlichen gleich aufgebaut.
  • Die Zelle ist die grundlegende Einheit für die Struktur und Funktion der Organismen.
  • Der grundlegende Metabolismus findet innerhalb der Zellen statt.
  • Genetisches Material und Erbinformationen werden bei der Zellteilung weitergegeben.

Quelle: https://de.m.wikipedia.org/wiki/Zelltheorie


Die Zelltheorie verschweigt jedoch, welche Bedingungen sich für die Genetik aus den Aussagen der Zelltheorie ergeben. Denn die Gene sind Bestandteile einer Zelle.