Das Fürstentum der Gene

Der Mann hat rein gar nichts mit der Produktion des Embryos und Fetus zu tun. Aber mittels seiner Gene bestimmt er mit, wie die Produktion konkret abläuft.

Doch in der Embryo- und Fetogenese kontrollieren etliche Genome die Produktion des Nachwuchses entsprechend der wachsenden Anzahl an Zellen des Embryos und Fetus.

Mit den Replikationen des Genoms hat der Mann wiederum rein gar nichts zu tun und im Bezug zu den vielen Genomen kann der Mann nicht sagen, dass es immer noch seine Genome seien.

Doch die Wissenschaft schaut nicht nach, wer oder was etwas tut und macht, sondern danach, wer oder was in diesem Zusammenhang die Herrscherrolle einnimmt.

Und selbst dann wären es die vielen Genome und nicht der Mann, von dem ein Teil dieses Genoms kommt, welches darüber hinaus nur in einer Ausführung vorlag.

Der Fürst ist ein Individuum, welcher keine Arbeit mehr selber durchführt und dafür wahrlich alles seine Leute hat. Aber wie gesagt, das Genom ist der Fürst und die Zelle sein allumfassender Diener.

Dieses wissenschaftliche Paradigma, dass das Leben auf die Gene zurückgeführt wird, kann gar nicht zur der Folgerung führen, dass ein Organismus von seinen Genen sprechen kann und infolge dessen von seinem Kind, da auch der Organismus zum untertänigsten Diener der Gene wird.

Die wissenschaftliche Vaterrechtfertigung stellt sich mit dem “Fürstentum der Gene“ selber ein Bein, ist aber zu dumm, es zu bemerken. Da ersetzt der Wille den Verstand.